Gesund sitzen und arbeiten: Ergonomie und Licht sind Schlüsselbegriffe

Wir werden immer älter und wir werden vermutlich deutlich länger arbeiten als Generationen vor uns.

Ob wir das gesund und zufrieden tun, hängt von vielen Faktoren ab. Auf einige davon, wie Lebensstil, Ernährung, Bewegung und Umgang mit Stress, haben wir Einfluss, auf andere leider nicht. Umso mehr sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer überlegen, was man gemeinsam am Arbeitsplatz tun kann, um gesund und fit zu bleiben.

Die grundlegenden Pflichten des Arbeitgebers was Mindeststandards betrifft, sind im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sowie in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) geregelt und können so auch von Arbeitnehmern eingefordert werden. Allerdings sollten Arbeitgeber heute schon aus eigenem Interesse so sensibilisiert für dieses Thema sein, dass eine gesetzeskonforme Ausstattung von Büroarbeitsplätzen nur das Mindestmaß für ein gesundes Arbeitsumfeld darstellt. Es ist im Sinne und Interesse aller, die Gesundheit durch ansprechende, leistungsfördernde Arbeitsplätze zu erhalten und zu unterstützen.

Für Büroberufe sind spezifische Belastungen kennzeichnend, die vor allem mit der sitzenden Körperhaltung und der Bildschirmarbeit zu tun haben. Kein Wunder also, dass Probleme des Bewegungsapparates, insbesondere Rückenprobleme aller Art, zu den häufigsten Gründen für Krankmeldungen zählen. Dabei wäre vieles vermeidbar, wenn ein paar Dinge am Arbeitsplatz beachtet werden würden: Regelmäßiger Wechsel der Körperhaltung, Bewegung oder ein bisschen Gymnastik wären ein Anfang. Ein wichtiger Faktor, der häufig vernachlässigt wird, ist die Möblierung:  Höhenverstellbare Schreibtische ermöglichen ein ergonomisch richtiges Sitzen aber auch den Wechsel in eine stehende Position. Generell wird empfohlen etwa 1/3 des Arbeitstages stehend zu verbringen. Außerdem wichtig: Hochwertige Bürostühle mit Armlehnen, beweglicher und verstellbarer Sitzfläche oder Lordose-Stütze. Bei der Tätigkeit selbst ist der Abstand zwischen Person und Bildschirm sowie die Lage der Tastatur wichtig. Eine ergonomisch sinnvolle Position entlastet Schulter, Arme und Hände beim Tippen und vermeidet den „Geierhals“. Dieser entsteht durch das Vorneigen von Hals und Kinn und verursacht auf längere Sicht Nacken-Verspannungen, die sich leicht zu Kopf- oder Rückenschmerzen chronifizieren. Ergänzend dazu ist auch immer an eine gute Beleuchtung zu denken, die die Augen entlastet und die Sicht auf den Monitor verbessert. Empfohlen wird eine Mischung aus natürlichem und künstlichem Licht. Neben dem Tageslicht sollte sowohl indirekte Beleuchtung als auch direkte Beleuchtung verfügbar sein, so dass neben dem generellen Raumlicht auch persönliche Spots gesetzt werden können. Wer gut sieht, arbeitet auch entspannter vor dem Bildschirm. Beim Einrichten von Büros gilt deshalb: Lichtkonzept unbedingt beachten.

Arbeitgeber können heute durch entsprechende Ausstattung einen großen Beitrag zur Gesundheit des Teams leisten. Die bewusst ergonomische Einrichtung und Möblierung ist nicht alles, aber doch schon mal ein guter Anfang.

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